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R2-Lebensdauerprüfstand

Zur Durchführung von Lebensdauer­untersuchungen an fettgeschmierten, radial belasteten Rillenkugel- und Zylinderrollenlagern stehen zehn baugleiche variable Prüfstände zur Verfügung.

Prüfstand

Jeder Prüfstand enthält eine Prüfwelle mit zwei mittig angeordneten Stützlagern, deren Lageraußenringe gegenüber dem Fundament abgestützt sind. Auf beiden Wellenenden der Prüfwelle können Prüflagerinnenringe befestigt werden. Es ist somit möglich, an jedem Prüfstand zwei Prüflager gleichzeitig zu betreiben. Die Prüfköpfe, die den Außenring aufnehmen, werden über das Prüflager oder ein zusätzliches Stützlager axial geführt. Ein Elektromotor treibt über einen Riementrieb die Prüfwelle an. Die Drehzahl der Prüfwelle ist dabei über den Durchmesser der Riemenscheiben zwischen 250 und 2000 min-1 einstellbar. Die Prüflager können in radialer Richtung durch veränderbare Gewichte, welche an einem Hebelarm mit Übersetzung 1:10 befestigt sind, statisch mit einer Prüfkraft von bis zu 18 kN belastet werden. Die Kraftaufbringung erfolgt für jeden Prüfkopf separat. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, über geschliffene Winkelscheiben eine gezielte Schiefstellung des jeweiligen Prüflagers sowohl in Form von Schränken um die Hochachse und somit in Richtung der Radialkraft, als auch senkrecht dazu in Form von Verkippen zu realisieren. Der R2-Lebensdauerprüfstand kann folglich auch für Lebensdaueruntersuchungen von schiefgestellten Wälzlagern eingesetzt werden. Durch Anpassung der Prüfköpfe können verschiedene Lagerbauformen und sogar Lagersegmente verwendet werden. Während des Versuchsablaufs stellt sich in Abhängigkeit der Drehzahl und Belastung eine stationäre Lagertemperatur ein. Die Lageraußenringtemperaturen der Prüflager werden überwacht und aufgezeichnet. Bei Überschreitung einer Grenztemperatur wird der Versuch gestoppt. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, über ein portables Körperschallgerät eine Schwingungsanalyse der Prüflager durchzuführen. Die Versuche werden nach dem Sudden-Death-Verfahren durchgeführt und die Auswertung der Lebensdaueruntersuchungen erfolgt nach der Maximum-Likelihood-Methode.

Einsatzmöglichkeiten

  • Durchführung von Lebensdauer­untersuchungen an Radialwälzlagern
  • Betrieb der Lagerversuche bei Fettschmierung
  • Dauerversuche bei Schiefstellung möglich

Technische Daten

ParameterWert
Lagergrößed = 30 bis 45 mm
Radiale Prüflast≤ 18kN
Prüfdrehzahl250 bis 2000 min-1
MessgrößenAußenringtemperatur, Stoßimpuls, Laufzeit
Anzahl10 Einzelprüfstände mit je 2 Prüflagern

 Prüfstandsbeschreibung (Download und Druckansicht)