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Modifizierter FE8-Prüfstand

Prüfprinzip:

Schnittansicht FE8-Prüfkopf mit axialer Last, Prüfkopftemperierung und fester Prüfkopfanbringung

Das IMKT besitzt drei modifizierte FE8-Prüfstände. Der FE8-Prüfstand geht in seiner Grundbauform auf den FAG-FE8-Prüfstand zur Prüfung von fettgeschmierten Lagern unter definierten Bedingungen (E DIN 51819) zurück. Am IMKT sind verschiedene Prüfköpfe in erweiterten Bauformen vorhanden, die Kegelrollenlager, Schrägkugellager, Pendelrollenlager, Rillenkugellager sowie Axialzylinderrollenlager aufnehmen können. Außerdem unterscheiden sich die einzelnen Prüfköpfe in der Art der Lastaufbringung, der Schmierung und der Temperierung der Prüflager. Es können fettgeschmierte und ölgeschmierte Prüfaufbauten mit rein axialer Last, mit geringer axialer Last sowie mit zusätzlicher radialer Last realisiert und dabei je nach Last und Prüfaufbau die Prüflageraußenringtemperaturen in einem Bereich von -25°C bis 125°C mit Hilfe eines Prozessthermostats eingestellt werden.

Die Lastaufbringung geschieht mittels Teller- oder Schraubenfedern. Die Höhe der Last kann durch Variation von Anzahl, Größe und Vorspannung der jeweiligen Federn eingestellt werden.

Der Antrieb eines Prüfstandes efolgt durch einen Gleichstromnebenschlussmotor, dessen Drehzahl stufenlos geregelt werden kann und dessen Antriebsleistung mittels Wellenkupplungen auf die Prüfwelle übertragen wird. Je nach Prüfaufbau und gewünschter Prüfdrehzahl wird dabei zusätzlich ein Planetengetriebe zwischen Motor und Prüfwelle angeordnet.

Das Drehmoment im Antriebsstrang kann je nach Prüfstand entweder mit Hilfe einer Drehmomentmesswelle im Antriebsstrang oder mit Hilfe einer Kraftmesszelle am pendelnd gelagerten Prüfkopf ermittelt werden. Zusätzlich wird ein inkrementelles Signal bereitgestellt, welches zur Erfassung der  Prüfdrehzahl oder zur winkelsynchronen Datenerfassung verwendet werden kann.

Mit Hilfe von Schleifringkontakten kann an einem Prüfstand der elektrische Widerstand des Schmierfilms ermittelt und damit auf die Schmierfilmhöhe geschlossen werden. Die Temperaturen der Prüflageraußenringe können durch PT100-Temperatursensoren ermittelt und zusammen mit allen anderen Messdaten mit Hilfe eines Mess-PCs erfasst und ausgewertet werden. 

Technische Daten 

Parameter    Wert
Lagergrößed=60 mm
Axiale Prüflast10 bis 80 kN
Radiale Prüflast-
Prüfdrehzahl0 bis 750 min-1
Temperaturbereich-25 bis 120 °C
MessgrößenReimoment, Temperatur, Drehzahl, Laufzeit, Wiederstand
Anzahl3 Prüfstände