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Neueste Erkenntnisse zur Mangelschmierung in fettgeschmierten, oszillierenden Wälzlagern veröffentlicht

Neueste Erkenntnisse zur Mangelschmierung in fettgeschmierten, oszillierenden Wälzlagern veröffentlicht

© IMKT

Fettschmierung in oszillierenden Wälzlagern stellt besondere Herausforderungen dar – insbesondere im Hinblick auf Mangelschmierung, eine der Hauptursachen für Drehmoment­schwankungen und Verschleiß in Anwendungen wie Robotik, Windenergieanlagen (Blattlager) und Präzisionsantrieben.

Eine neue IMKT-Publikation von Muyuan Liu, Sebastian Wandel, Norbert Bader, Zongyu Lin, Gernot Bayer, Gerhard Poll und Max Marian mit dem Titel „Beyond starvation: Amplitude-dependent grease replenishment mechanisms in oscillating rolling bearings“ ist in Tribology International (Elsevier) erschienen:

doi.org/10.1016/j.triboint.2025.111354

Die Studie liefert neue Erkenntnisse darüber, wie die Schwingungsamplitude die Schmierwirkung beeinflusst – und zwar noch stärker als Belastung oder Frequenz.

Mithilfe eines optischen elastohydrodynamischen Tribometers und Versuchen an Kugellagern identifizierten die Autoren drei unterschiedliche Mechanismen des Fettnachflusses in Abhängigkeit von der Amplitude:

- Kleine Amplituden: Schmierung wird durch Fettseitenbänder dominiert.

- Mittlere Amplituden: Wechselwirkung zwischen Käfig und Seitenbändern fördert den Fett­rückfluss und reduziert den Verschleiß.

- Große Amplituden: Ein Fettfluss zwischen Innen- und Außenring über die Wälzkörper wird zum dominanten Mechanismus.

Diese Ergebnisse bilden eine theoretische und experimentelle Grundlage für die amplitudenabhängige Auswahl von Schmierfetten sowie die konstruktive Optimierung oszillierender Wälzlager – mit direkten Auswirkungen auf die Langzeitzuverlässigkeit und Energieeffizienz elektromechanischer Systeme.